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22.09.2010
Frankfurter Rundschau: Vorhang auf für die Zeitung der Zukunft
- Anzeige - „Dass wir nicht die allerersten auf dem iPad waren, liegt daran, dass wir einen anderen Ansatz verfolgen als andere Verlage“, sagt FR-Chefredakteur Rouven Schellenberger. Und tatsächlich ist die App die beste Tageszeitungs-App, die uns bisher untergekommen ist. Um mit der Zusammenfassung zu beginnen: Erstmals können wir uns vorstellen, dass eine relevante Gruppe von Menschen bereit ist, für die in einer App aufbereiteten Inhalte zu bezahlen, selbst wenn es den Content an anderer Stelle umsonst gibt. Denn der App der Frankfurter Rundschau gelingt, wonach andere noch suchen: Tagesaktuell aufbereitete Inhalte in einer Form zu präsentieren, die sowohl im Vergleich zur Browser- als auch zur Print-Variante einen deutlichen Mehrwert erkennen lässt. Was uns überzeugt: 1) Die Bedienung der AppDie Navigation innerhalb der App ist simpel, der Logik einer Print-Zeitung angelehnt und dennoch Tablet-spezifisch. Jedes Thema wird individuell auf einem kompletten Screen angerissen. Wer sich in das Thema vertiefen will, scrollt nach unten, … … wer zum nächsten Thema wechseln möchte, „blättert“ nach rechts. 2) Die Inhalte sind an das iPad angepasstJedes Thema ist individuell für das iPad gestaltet. Das sieht nicht nur aufwändig gemacht aus, sondern ist es auch. Schellenberger im Meedia-Interview:
Das kompakte Tabloid-Format der Printausgabe scheint dem iPad-Ableger zu helfen.
3) Jede Ausgabe hat einen klar erkennbaren Anfang und ein EndeDer Vorteil von Print ist die Haptik. Ob Buch oder Tageszeitung, beim Lesen ist man jederzeit im Bilde, wo man sich befindet, wie viel noch zu lesen bleibt. „Eine klare Navigation mit Anfang und Ende war sehr wichtig für die Testleser“, sagt Schellenberger. Digitale Lesegeräte sind hier im Nachteil. Und kann diesen doch abmildern. Die FR-App macht dies an zwei Stellen. Zum einen gibt es am Beginn jeder Ausgabe eine ansprechende Übersichtsseite. Außerdem lässt sich jederzeit über die Menüleiste am unteren Ende eine Navigation aufrufen, mit der man die Übersicht aller Seiten erhält und jede Seite einzeln ansteuern kann. Und wenn die Ereignisse schneller sind als die Zeitung mit ihrem Nachrichtenstand von gestern, dann hilft ein Klick auf den Newsticker, ….. … um minutenaktuelle Nachrichten zu sehen. 4) Attraktives PreismodellWer seine Inhalte digital verteilt, der braucht kein Papier, keine Druckerfarbe, keine Maschinen, keine Austräger. Deswegen sollte eine solche Ausgabe auch billiger als Print sein. Die gedruckte Frankfurter Rundschau kostet 1,60 Euro, die digitale Variante 79 Cent. Das klingt fair. Am 23. September soll die App im App Store erscheinen. Aktuell ist sie noch nicht auffindbar. Wir konnten die App dennoch testen, weil sie vergangene Woche für wenige Stunden bereits im App Store war. —— Update, 23. September 2010, 7:28 Uhr: Tatsächlich ist die App der Frankfurter Rundschau wie angekündigt heute im App Store erschienen. Sie heißt aber nicht mehr, wie vergangene Woche „FR-Kiosk“, sondern schlicht und treffend „Frankfurter Rundschau“. - Anzeige -
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