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391 25.09.2010

Qype: Der vergessene Riese

Qype kennt irgendwie jeder. Aber kennen Sie auch einen, der dort regelmäßig aktiv ist? Zehn Millionen Menschen sollen das soziale Netzwerk angeblich bereits genutzt haben. Die Qype-App (kostenlos, iTunes-Link) hatten wir schon lange auf dem iPhone. Nun haben wir sie erstmals intensiver angeschaut. Und waren positiv überrascht.

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Qype hat es bei uns noch nie leicht gehabt. Klar, die Qype-App war auf unserem iPhone, aber mit jeder neu runtergeladenen Anwendung rutschte das hellblaue Icon mit dem weißen Stern weiter nach hinten. Irgendwie war Qype uncool.

Aus dem Gedächtnis verschwand die Anwendung allerdings nie. Schließlich funktioniert das Marketing-Konzept des Hamburger Unternehmens prima. An vielen Geschäften sieht man die Aufkleber an der Eingangstüre.

Qype Türe

Mit dem sozialen Netzwerk Foursquare (kostenlos, iTunes-Link) dagegen hatten wir uns angefreundet. Weil man mit Foursquare  anderen mitteilen kann, wo man gerade ist, und wie man es dort findet. Foursquare ist ein Sender. Das macht Spaß.

Der Nutzen von Qype dagegen war für uns geringer. Qype ist vor allem ein Empfänger, so dachten wir. Während Foursquare dafür da ist, sich mitzuteilen, nutzt man Qype um Informationen zu erhalten. Wo ist der nächste Italiener? Und: Taugt der was?

Vor allem wegen letzterer Frage haben wir Qype nie verwendet. Genauer gesagt, weil wir uns von Qype keine helfenden Antworten versprachen. Denn was nutzen  Empfehlungen von Fremden? Der eine mag die Terracotta-Einrichtung des Restaurants „typisch italienisch“ nennen, für den anderen erweckt sie den Eindruck einer Touristenfalle. Empfehlungen helfen eben vor allem dann, wenn man den Empfehlenden einordnen kann.

Auf der anderen Seite: Vielleicht sollte man einem Portal eine Chance geben, das nach eigenen Angaben in Deutschland, England und Frankreich das führende Empfehlungsportal im Internet ist – mit (ebenfalls nach eigenen Angaben) zehn Millionen Nutzern.

Also, Qype-App gesucht, geöffnet…

Qype Startbildschirm

…und gleich die erste Überraschung: Qype hat am Layout gearbeitet. Das helle Blau ist geblieben, aber die Anwendung wirkt nicht mehr überfrachtet.  Schön!

Wir werden aufgefordert uns zu registrieren.

Qype registrieren 1

Wir tun dies per Facebook-Connect…

Qype registrieren 2

… und stellen fest: Der Prozess ist einfach und unkompliziert.

Danach beginnt die eigentliche Nutzung der Anwendung, und wieder werden wir überrascht: Qype  funktioniert wie Foursquare. Die Qype-App ist längst nicht mehr nur ein Nachschlagewerk, um die nächste Apotheke zu finden. Die Anwendung ist tatsächlich interaktiv.

So kann man sich beispielsweise bei jeder Location einchecken, …

Qype Check-In

… wie bei Foursquare.

Foursquare Check-in


Eine weitere Parallele: Auch bei Qype erhält Auszeichnungen, wer besonders aktiv ist. Bei Foursquare gibt es „Badges“, …

Foursquare Badges

… Qype nennt es „Medaillen“.

Qype Medaillen


Auch lassen sich die Check-ins über Facebook und Twitter verbreiten.

Qype Twitter und  Facebook

So weit, so gleich, so gut: Im Gegensatz zu Foursquare aber hat Qype, zumindest bei unserem Test hier in Berlin, zu fast jeder von uns aufgerufenen Location Fotos und Bewertungen.

Qype Toca Rouge

Unser Eindruck: Bei Qype gibt es eine sehr lebendig Community.

Fazit: Mea Culpa, Qype! Die App ist kein reiner Informationslieferant mehr. Die Mitteilungsmöglichkeiten sind auf der Höhe der Zeit. Wir werden die App auf unserem iPhone ein paar Screens nach vorne holen. Versprochen!

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