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20 22.10.2010

Spiel der Juristen: Spaß beim Büffeln für Studium und Beruf

Spielend lernt es sich am leichtesten – diese These beherzigt die App Spiel der Juristen (9,99 Euro, iTunes-Link), die sich an Examenskandidaten, Referendare und Praktiker wendet. Das Spiel stellt dem Anwender Multiple-Choice-Fragen zu den verschiedenen Rechtsgebieten, die er binnen 60 Sekunden beantworten muss. Dabei appelliert die Anwendung auch ans Konkurrenzdenken: Jeder Spieler kann sich in eine bundes- oder landesweite Rangliste mit seinen High Scores eintragen lassen.

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Wie jeder Jurist es vom Studium gewohnt ist, teilt sich auch die App in die drei großen Rechtsgebiete Öffentliches Recht, Zivilrecht und Strafrecht auf. Zusätzlich gibt es noch zwei weitere Kategorien: „Verschiedenes“ fragt vor allem Wissen zu Grundlagenfächern wie Rechtsgeschichte oder Methodenlehre ab und prüft darüber hinaus die juristische Allgemeinbildung und fachübergreifendes Wissen. „Referendare“ stellt vor allem praxisrelevante und prozessuale Fragen.

Die Benutzeroberfläche wirkt sehr aufgeräumt, der Einstieg gelingt schnell: In den Einstellungen muss der Spieler nur wählen, welches Landesrecht er haben möchte, ob er seinen Punktestand auf der Rangliste sehen will und ob das Spiel mit oder ohne Ton verläuft. Der Sound sorgt für ein wenig zusätzliche Dramaturgie, sollte beim Einsatz in der Bibliothek aber wohl eher ausgeschaltet bleiben.

Die Fragen sind sehr abwechslungsreich, dabei aber auch mehr oder weniger sinnvoll. So stellt sich die Frage, ob der Jurist jede Fundstelle im Gesetz auf den Unterabsatz genau kennen muss, wenn er das Gesetz in Prüfungen doch ohnehin zur Hand hat. Manche Fragen sind sehr leicht, andere eher knifflig – die App prüft beispielsweise, ob der Spieler die aktuelle Rechtsprechung geht. Insgesamt stellen die Fragen aber eine ordentliche Mischung dar.

Fazit: Die App Spiel der Juristen gibt einen guten Überblick über die Probleme in den verschiedenen Rechtsgebieten. Was fehlt, ist die Möglichkeit, verschiedene Schwierigkeitsgrade zu wählen. Auch ein „Schmökern“ in den einzelnen Fragen wäre praktisch, zumal einige von ihnen Urteile zitieren. Darüber hinaus lässt die App weitere Fragen zum Landesrecht vermissen – diese stellen jeweils nur einen kleinen Bruchteil der öffentlich-rechtlichen Kategorie dar. Schön ist aber, dass der Entwickler regelmäßig neue Fragen zur Verfügung stellt, die die App herunterladen kann.

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