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  11.03.2011

Experten zum iPad 2: Begeisterung, Kaufempfehlungen, aber auch ein wenig Kritik

Ab heute kann das iPad 2 in den USA gekauft werden. Der Rest der Welt, unter anderem deutsche Interessenten, müssen sich noch bis zum 25. März gedulden. Gute zwei Wochen also, um sich in Ruhe anzuschauen, was das neue Tablet überhaupt bringt. Wir haben zusammengefasst, was Fachpresse und IT-Blogger bislang zu sagen haben.

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Walt Mossberg vom Wall Street Journal hat einiges zu meckern: Die Videoqualität mit den beiden eingebauten Kameras sei ordentlich, sie taugen aber nicht für Fotoaufnahmen. „Apple beruft sich zwar darauf, dass die Kameras für Video und nicht für Fotos gemacht seien. Aber für eine Unternehmen, das für seine Qualität bekannt ist und auch noch eine neue Foto-App mitliefert, sind die Kameras eine Enttäuschung.“ Außerdem sei die Akku-Leistung zwar sehr gut, aber nicht so gut wie beim ersten iPad. Unter Mossbergs Dauerbelastungstest war der Akku nach zehn Stunden leer. „Das ist zweieinhalb Stunden besser als Motorolas Xoom unter den gleichen Bedingungen, aber mehr als eine Stunde weniger als das erste iPad, das nach 11 Stunden und 28 Minuten den Geist aufgab.“ Ferner sorge das neue gewölbte Design dafür, dass sich das iPad schlechter mit Kabeln, etwa dem Ladekabel, verbinden lasse.

David Pogue von der New York Times lobt die äußeren Veränderungen: „Auf dem Papier hat Apple nicht so viel verändert. Danach hat man das iPad ein Drittel dünner, 15 Prozent leichter und doppelt so schnell gemacht. Hinzu kamen außer den zwei Kameras und dem Gyroscope keine neuen Funktionen. Zum Gähnen langweilig, oder? – Aber dann spielst du damit rum. – Freunde, ich sag‘ euch: Es sind genau diese Veränderungen in puncto Dicke, Gewicht und Geschwindigkeit, die das Erlebnis entscheidend verändern. Wir reden nicht von einem Notebook oder Fernseher, bei dem die Dicke während der Nutzung nicht ins Gewicht fällt. Es geht um ein Tablet. Du hältst es immer in der Hand. Die Leichtigkeit und das schlanke Design sind unglaublich wichtig für den Komfort und das allgemeine Gefühl. Dafür sorgen auch die abgerundete Ecken, die das erste iPad nicht hatte.“

Jason Snell von Macworld freut sich, dass das iPad 2 sehr viel besser in der Hand liegt als der Vorgänger: „Das iPad 2 lässt sich viel besser mit einer Hand halten und das reduzierte Gewicht erleichtert die Nutzung über eine längeren Zeitraum.“

Josh Topolsly von Engadget klagt wie Mossberg über die Kameras: „Die sind wirklich schlecht. Sie sind unbrauchbar, und es ist nicht nachvollziehbar, warum die eingebauten Sensoren keinen höheren Ansprüchen genügen. Wer einen iPod touch 4G besitzt, sollte hier die gleichen Ergebnisse erwarten dürfen… Für Video und FaceTime-Gespräche sind die Kameras noch brauchbar – aber für dieses Ding würde man niemals eine Fotokamera, geschweige denn ein Smartphone mit 5-Megapixel-Kamera, aufgeben.“

Vincent Ngyuen von Slash Gear kann sich über die Geschwindigkeit nicht beklagen: Zusammen mit iOS 4.3 läuft der Apple A5-Prozessor wie geschmiert, Apps würden noch rascher laden und noch flüssiger laufen. „Obwohl sich das Original iPad nicht langsam anfühlte, ist der Unterschied im direkten Vergleich deutlich spürbar.“ Im Benchmark-Vergleich mit Geekbench erreichte das iPad 2 – mit Dual-Core und 512 MB RAM – 749 Punkte, das iPhone 4 – mit Single-Core und ebenfalls 512 MB RAM – 377, das iPad 1G unter iOS 4.2 - mit Single-Core und 256 MB RAM – immerhin 453 Punkte; nach dem Upgrade auf iOS 4.3 erreichte es nur nur 448 Punkte.

Edward Baig von USA Today erinnert daran, dass die Hardware nicht das einzig Tolle am iPad 2 ist: „Apple führt im App-Wettbwerb auf der ganzen Linie. Es gibt mehr als 350.000 Apps, von denen 65.000 für das iPad optimiert sind.“ Dazu kämen jetzt neue iPad-Versionen populärer Mac-Anwendungen: „Die Studio-Software GarageBand funktioniert mit echten und virtuellen Instrumenten, und mit iMovie lassen sich HD-Video bearbeiten. 4,99 Dollar sind ein unschlagbares Angebot für Möchtegern-Rockstars und -Spielbergs.“

MG Siegler von Tech Crunch beantwortet die Frage, ob man das iPad 2 kaufen solle, kurz und knapp: „Wer bislang kein iPad hat und eins will, für den ist das die klarste Sache der Welt. Unbedingt kaufen. Das iPad 2 kann alles, was das erste iPad so großartig gemacht hat, nur besser.“

Rich Jaroslovsky von Bloomberg ärgert sich wie schon Mossberg über die Anschlüsse: „Es muss unbedingt erwähnt werden, dass die neue, gewölbte Rückseite den Anschluss von Kabeln erschwert. Das betrifft auch das Adapter-Kabel, das das iPad mit einem HD-Fernseher verbindet.“ Außerdem solle man sich gut überlegen, ob man die 39 oder 69 Dollar für das Smart Cover ausgeben will, das sich magnetisch über das iPad legt und beim Zuklappen das Tablet automatisch in den Schlafmodus versetzt. „Bewegungen beim Tragen in der Tasche oder auf dem Autositz haben ausgereicht, um das Cover zu verschieben und das iPad unabsichtlich aufzuwecken.“

John Gruber von Daring Fireball hat das iPad 2 im direkten Vergleich mit dem Vorgänger getestet: „Erst dabei merkt man, dass jede Kleinigkeit beim iPad 2 schneller reagiert. Ein Beispiel ist die Foto-App. Dieselbe Library (mit mehreren Tausend Bildern), war nach einem Kaltstart auf dem iPad 1 nach zwei bis drei Sekunden einsatzfähig. Auf dem iPad 2 standen die Bilder sofort bereit.“

Via Gizmodo

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